Buckelpisten als Radweg

Luebow_nach_levetzow1

Das ist die Radroute R4 / R5 bei Lübow.

Die Fahrradsaison beginnt und schon sind die Buckelpisten als Radweg voll beteiligt. So auch auf meiner Tour von Wismar nach Neukloster. Bereits im Herbst ist mir der kurze Stummelradweg von Lübow in Richtung Mühlenberg / Levetzow negativ aufgefallen. Ich hätte gedacht dass diese Steinwüste inzwischen bei den üblichen Streckenkontrollen aufgefallen wäre. Aber leider ist auch nach 6 Monaten der gefährliche Zustand vorzufinden.

Also habe ich Fotos angefertigt und der zuständigen Behörde den Missstand mitgeteilt. Das geschah vor etwa 14 Tagen. Heute kam ich an der Stelle zufällig wieder vorbei und wollte schauen, ob eine Sicherung erfolgt ist. Ich war schlicht schockiert.

14 Tage Untätigkeit

Inzwischen sind an der betroffenen Stelle zwar irgendwelche rote Punkte am Rand gesprüht worden, aber es fehlt weit und breit der Hinweis auf diese Gefahr. Keine Absperrung, keine Gefahrenzeichen.

Zustand 14 Tage später

Zustand 14 Tage später

Ich hatte nicht erwartet, dass sich hier schnell etwas tut, aber das die Gefahrenstelle gesperrt oder wenigstens gekennzeichnet wird hatte ich schon gehofft. Mir scheint es als ist die Gesundheit der Radfahrer in den Amtsstuben nicht viel wert. Wen wundert es wenn Touristen unser Bundesland in Bezug auf Radinfrastruktur eher schlecht bewerten?

Im übrigen ist das nicht irgendein Radweg! Hier führen die offiziellen „Mecklenburgischer Seen Rundweg“ und „Westlicher Backstein Rundweg“ entlang. Viel Glück allen Entdeckern und eine Unfallfreie Fahrt!

Ich habe dem verantwortlichen Beamten heute noch einmal auf den Fortbestand der Unfallgefahr hingewiesen. Bisher ist ja alles gut gegangen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Radwege, Sicherheit | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Buckelpisten als Radweg

Probleme mit dem Blog

Blog nicht voll erreichbar !

Auf Grund eines Hacks ist dieser Blog nur über einen Mirror erreichbar. Leider sind dadurch alle verlinkten Dokumente auch betroffen. Ich hoffe das in den nächsten Tagen wieder in Funktion zu haben. Bis dahin lasse ich den Notbetrieb auf der Domain:

radwegbenutzungspflicht.de

laufen.

UPDATE: Die Adresse ist wieder erreichbar.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Probleme mit dem Blog

Wismarer Radwege der Prozess

Nach langer Wartezeit (immerhin nur ein Jahr) haben nun die beiden von mir angestrebten Prozesse gegen Radwegebenutzungspflichten vor dem Verwaltungsgericht in Schwerin stattgefunden. Es ging konkret um die Radwegbenutzungspflicht in zwei  Straßen in der Hansestadt Wismar.

Ich habe hier im Blog bereits berichtet:

In beiden Fällen gibt es baulich angelegte Radwege, die nach der Entfernung des „Blauschildes“ weiterhin als sonstige Radwege erhalten bleiben und sicher auch zahlreich genutzt werden. Im Vorverfahren sind beide Anträge auf Neubescheidung gescheitert und auch in den folgenden Widerspruchsverfahren an das Landesamt in Rostock wurde im groben die Auffassung der Hansestadt Wismar bestätigt.

Wismarer Radwege der Prozess

Die beiden Verfahren wurden vom Verwaltungsgericht Schwerin am 15.07.2015 zusammen verhandelt. Ich ließ mich von einem Kieler Fachanwalt vertreten. Vom Gericht war eine Stunde für die Verhandlung eingeplant. Auf einen Ortstermin hat man verzichtet, obwohl diese in den Klageschriften zum Beweis der Zustände angeboten waren.

Der vorsitzende Richter ging in seiner ersten Einschätzung davon aus, das die Hansestadt Wismar die richtige Entscheidung getroffen hätte. Das zog er allein aus seiner Meinung, wo ein Radweg angelegt wurde ist auch die Beschilderung dafür notwendig. Erst im Laufe der Verhandlungen ist dem Gericht die Komplexität des Themas nahegelegt worden. Insofern revidierte der Vorsitzende seine erste Einschätzung nach über einer Stunde Verhandlung und gab zur Kenntnis, das es bisher noch keinen vergleichbaren Fall in Mecklenburg Vorpommern gegeben hätte.

Eines der Verfahren wurde durch die Verwaltung beendet, indem sie vor Gericht erklärte die Benutzungspflicht aufzuheben. Über das zweite Verfahren und dessen Urteil habe ich bereits berichtet.

Ein kurzer Bericht aus dem Prozess eines Beobachters vom ADFC Schwerin ist hier zu finden.

Poeler Straße – keine Benutzungspflicht mehr

Radweg mit schlechtem Zustand

Benutzungspflicht aufgehoben

Für den Bereich der Poeler Straße hat der Vertreter der Hansestadt eingesehen, dass die Benutzungspflicht nicht zu halten ist. Hier war allerdings wegen der desolaten baulichen Zustände der Radwege die Benutzungspflicht durchlöchert gewesen. Insofern gab es hier keine Stetigkeit mehr und damit die Rechtmäßigkeit der Anordnung sehr fraglich. Die Verwaltung der Hansestadt Wismar wird hier die Schilder abhängen. Mein rechtlicher Vertreter aus Kiel gab der Stadt zur Beschleunigung der Aufhebung den Tipp, über die Schilder alsbald Müllsäcke zu stülpen, um den Missstand schnell zu beenden. Die Schilder waren bereits eine Woche nach dem Verfahren abgebaut. Es wird hier  kein Urteil geben. Die Stadt hätte sich das ganze Gerichtsdebakel und vor allem die Kosten für meinen Anwalt vorher sparen können.

Schilder abgebaut – Gehwege Radfahrer frei

Das Resultat der Streitigkeiten ist nun das ursprünglich angestrebte Ziel, die Gehwege in der Poeler Straße für den Radverkehr freizugeben. Inzwischen ist die Beschilderung genau so angeordnet.

Im übrigen stellt sich die Hansestadt Wismar nun nach dem Gerichtstermin auf den Standpunkt, dass es sich um einen Bagatellfall gehandelt hat. Schon deswegen hätte ich einen billgen ortsansässigen Anwalt damit beauftragen können. Die Stadt wird die Reisekosten des Rechtsbeistands nicht bezahlen.

Bleibt die Frage nach all dem:
Warum musste dazu erst jahrelang prozessiert werden?

Veröffentlicht unter Radwege, Sicherheit | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Wismarer Radwege der Prozess

Verwaltungsgericht Schwerin urteilt

Das Verwaltungsgericht Schwerin urteilt zur Radwegbenutzungspflicht. Die Verhandlung fand am 15. Juli 2015 statt. Anwesend im Publikum war ein Vertreter des ADFC Schwerin, der hier in seinem Newsletter auch darüber berichtete. Der Beobachter schrieb: „Bedauerlich, dass Richter der Kammer im Verlaufe der Verhandlung das Radfahren in Schwerin in ihren Nebensätzen als gefährlich einstuften und ein Richter sich aus diesem Grund sogar vom Fahrradfahren in der Landeshauptstadt verabschiedet hat.“

Leider ist nun auch das Urteil fast „ausschließlich nach den Bestimmungen der ERA“ begründet worden.

Im Namen des Volkes

Die Klage wird abgewiesen.

Aus den Entscheidungsgründen:

  • Die zulässige Klage ist unbegründet.
  • „Der Beleg für eine qualifizierte Gefahrenlage ergibt sich vorliegend bereits aus einer Heranziehung der Empfehlung für Radverkehrsanlagen (ERA) 2010“
  • Verkehrsbelastung lt Verkehrszählung haben „im Schnitt … Verkehrsmengen von über 400 Kfz/h ergeben. Der Spitzenwert hat im Schnitt zwischen 15 und 16 Uhr jeweils zwischen 600 und 700 Kfz/h betragen.“
  • „… die Gesamtzahl der Fahrzeugbewegungen betrug 7000 – 8000 Fahrzeuge pro Tag.
  • „Die werktäglichen Spitzenstunden dürften nach eigener Sachkunde des Gerichts(Anm. des Bloggers: siehe den Satz des Beobachters weiter oben!) … vor allem in den Monaten Juni, Juli und August und während der übrigen Ferienzeiten bzw. an sog. verlängerten Wochenenden wie Himmelfahrt etc. anfallen.“ Mutmaßt das Gericht ohne weitere Nachweise dafür zu geben.
  • „Bereits der Gesetzgeber sieht in einer zunehmenden Geschwindigkeitsdifferenz eine Gefahrenlage. Gem. § 18 StVO gilt für Strecken wie Autobahnen und Kraftfahrtstraßen sogar ein vollständiges Benutzungsverbot für Fahrräder“

Erstaunlich, dass vom Gericht innerstädtischer Mischverkehr bei max. zulässigen 50 km/h mit den im § 18 StVO geregelten Autobahnen und Kraftfahrtstraßen für die Geschwindigkeiten oberhalb 100 km/h gelten zur Begründung herangezogen werden. Es gibt weder am Eingang noch am Ausgang der betroffenen Strecke eine Autobahn, noch eine Kraftfahrstraße!

Im Groben stützt sich die Begründung in 8 von 18 Absätzen auf die ERA 2010 und einmal auf den Paragraphen 18 der StVO in welchem Autobahnen und Kraftfahrstraßen geregelt sind. Es wird an keiner Stelle der Begründung darauf eingegangen, dass es auch die Möglichkeit eines Radweges ohne Benutzungspflicht gibt und warum diese Variante nicht in die Entscheidung mit einfließen darf oder sollte.

Hier das Urteil als PDF: UrteilVGSN 7 A 683/14

In der Begründung wird die Geschwindigkeitsdifferenz auf dieser innerörtliche Straße mit 50km/h zul. Höchstgeschwindigkeit dann mit Autobahnen und Kraftfahrstraßen (Tempo 100km/h oder mehr) in einen Topf geworfen und auf § 18 StVO Bezug genommen.

Und hier zwei Bilder des Radweges.

Sehr schmaler Radweg bergab mit unübersichtlicher Kreuzung

Sehr schmaler Radweg bergab mit unübersichtlicher Kreuzung

benutzungspflichtiger Radweg

am unteren Ende besonders schmal

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Radwege, Sicherheit | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 7 Kommentare

Mit dem Liegedreirad durch den Matsch

Mit dem Liegedreirad durch den Matsch
oder die natürliche Schlammpackung

Veröffentlicht unter Allgemein, Radtouren | Kommentare deaktiviert für Mit dem Liegedreirad durch den Matsch

Serverumzug erfolgreich

Heute einmal etwas anderes über Sicherheit. Sicher nur eine kurze Mitteilung für die an Technik interessierten Leser meines Blog.

Ich habe diese Seite gerade auf einen anderen Server umgezogen. Hintergrund ist, dass DomainFactory, mein Hoster des Vertrauens (mehr als 12 Jahre), vor einigen Jahren von HostEurop aufgekauft worden ist. Das allein ist aber kein Grund von einem bisher perfekten, daher auch teuren Dienstleister wegzugehen. Die DomainFactory wird alle Webserver im nächsten Jahr nach Frankreich umziehen. Das hat strategische Gründe die HE vorgegeben hat. Damit ist aber die Datensicherheit (Datenschutz) nicht mehr so hoch wie ich ihn gerne hätten. Gerade Frankreich ist Vorreiter bei der Untergrabung und Aushöhlung des Datenschutzes. Insofern ziehen nun allmählich alle Projekte dort weg.

Es ist erstaunlich wie leicht so ein Umzug ist. :-) In 6 Monaten sollte das locker zu bewerkstelligen sein.

Veröffentlicht unter Allgemein, Sicherheit | Kommentare deaktiviert für Serverumzug erfolgreich

25 Jahre Deutsche Einheit in Herrnburg

25 Jahre Deutsche Einheit in Herrnburg

Auftaktveranstaltung in Herrnburg

Die Landrätin von NWM veranstaltete eine gemeinsamen Radtour zu 25 Jahre Deutsche Einheit in Herrnburg. Klar das das am 3. Oktober 2015 stattfand. Bei herrlichstem Sonnenschein trafen sich in Herrnburg über 250 Radfahrer zu einer gemeinsamen Rundtour über ca. 25 km. Das Wetter war sonnig und die Veranstalter haben eine sehr schöne Strecke durch die Wälder in der Gegend ausgewählt. Für alle Teilnehmer gab es eine Weste zur Erinnerung. Über die gewählten Farben kann man streiten, die Idee war für das WIR-Gefühl richtig gut. WIR gehören zusammen, so wie es vor 25 Jahren schon einmal für eine kurze Zeit war, bevor die Kälte des Kapitalismus in den Familien des Ostens vieles zerschlagen hat. Auf der Tour konnte von den Teilnehmern ein Quizz mit FRagen zur Deutschen Einheit gelöst werden. Hinweise und Antworten waren an Zwischenstopps zu finden.

Die Tour führte zunächst von Herrnburg nach Schlutup, jenem Grenzübergang zwischen der DDR und der Bundesrepublik, an welchem für Viele die Freiheit begann. In Schlutup herrschte Volksfeststimmung, die mich an die ersten Tage nach der Grenzöffnung erinnerte. Von Schlutup ging es nach einer Stärkung in Richtung ehemaligem Grenzübergang. Musik und Stimmung auch an der ehemaligen „MITROPA“ Raststätte. Die Radfahrer wurden mit guter Musik und netten Worten empfangen. Weiter ging es dann zu dem Ort, an welchem das ehemalige Dorf Bardowieck gestanden hat. Nach einer kurzen Er4klärung, was dort geschehen ist (wovon ich auf Grund der vielen Teilnehmer nichts mitbekommen habe) ging es weiter in Richtung Palingen und dann zurück nach Herrnburg.

Ein Dank an die Organisatoren für die gute Absicherung der Tour. Sicher gab es kleinere Pannen, es hat sehr viel Spaß gemacht mitzufahren. 25 km Radtour für 25 Jahre Deutsche Einheit.

gefahrene Route, Karte Openstreetmap

gefahrene Route, Karte Openstreetmap, Track mit gpsies.com dargestellt

Veröffentlicht unter Allgemein, Radtouren | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für 25 Jahre Deutsche Einheit in Herrnburg

Besondere Radtour mit dem Dreirad

Einmal um den Schweriner Außensee

Eine besondere Radtour mit dem Dreirad von Bad Kleinen nach Bad Kleinen. Etwa 35km um den Schweriner Außensee mit Kaffeepause am Paulsdamm. Der Weg zum großen Teil am Ufer des Sees entlang ist gut ausgebaut. Viele befestigte Radwege, aber auch Feld und Sandwege. Nur das Stück bis zum Paulsdamm ist auf der Straße zurückzulegen. Eine enge kurvige Straße, die von Autofahrern gerne als Abkürzung genommen wird. Auf dem, Liegedreirad wird man aber immer als vollwertiges Fahrzeug wahrgenommen. Da überholt keiner mit riskantem Abstand :-)

Hier ein kurzer Film Dazu:

Veröffentlicht unter Allgemein, Radtouren | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Besondere Radtour mit dem Dreirad

Protokoll der Radwegebefahrung in Wismar

Der ADFC Wismar hat nun das Protokoll der Radwegebefahrung in Wismar auf seiner Website bereitgestellt. Der geneigte Leser kann das unter www.adfc-wismar.de nachlesen.

Hier wurde bereits in Artikel Radwegebefahrung mit Ämtern in Wismar darüber berichtet.

Veröffentlicht unter Allgemein, Polizei, Radwege, Sicherheit | Kommentare deaktiviert für Protokoll der Radwegebefahrung in Wismar

Sommer Sonne Strand und Fahrrad

Mit dem Full Fat Trike am Strand entlang

ganz gemütlich in Schrittgeschwindigkeit am Wasser entlang.

Schlagwörter für dieses Wetter – Sommer Sonne Strand und Fahrrad – was braucht es mehr um die Hitze zu ertragen. Vor allem Wasser, viel Wasser um darin zu baden, also auf an den Strand. Mit dem richtigen Fahrrad kein Problem. Und wenn das dann auch noch ein Dreirad ist, kann man beliebig langsam am Strand entlang radeln ohne umzufallen. Das sanfte Rauschen der Ostsee in den Ohren geht es über Seetang, Geröll und feinen nassen Sand an der Küste der Insel Poel entlang. Mit jedem normalen Fahrrad würde man hier im feuchten Strandsand versinken. Lenken auf dem Zweirad fast unmöglich. Mit dem Trike in der Ausführung von ICE ist das alles kaum ein Problem. Der Sand trägt, langsam fahren kein Problem.

Sommer Sonne Strand und FahrradAber Achtung, bei allen Vorteilen auch dieses Trike hat seine Grenzen. Im feinen trockenen Strandsand ist an ein Vorwärtskommen kaum noch zu denken. Selbst mit Allradantrieb unter Zuhilfenahme der Hände an den Vorderrädern kommt man kaum noch vorwärts.

vlcsnap-2015-07-02-21h27m48s96 vlcsnap-2015-07-02-21h31m55s253

Es war ein schöner Ausflug mit dem ICE Full Fat Trike am Strand der Insel Poel.

Blick auf die Ostsee

Blick auf die Ostsee

Veröffentlicht unter Radtouren | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Sommer Sonne Strand und Fahrrad