Alt Farpen nach Kühlungsborn – insgesamt 568 Höhenmeter

Ein wunderschöner Sonntag, der zu einer lange geplanten Fahrt in das Ostseebad Kühlungsborn einlädt.

Liegedreirad am Start

Zwei Herren auf dem Liegedreirad mit Panoramablick. Wir sind beide gespannt was uns erwartet. Wir starten am Stausee in Farpen. Unsere Fahrt führt uns auf der Fahrbahn über Robertsdorf nach Blowatz. Am Ortsaugang wechseln wir auf den Ostesseradweg, der hier etwas abseits der Fahrbahn durch den Wald geführt ist. Die Zickzackkurs mit leichtem Gefälle zwischen den Bäumen ist auf dem Dreirad etwas anschpruchsvoll. Gerade weil das Laub vom Vorjahr nicht beseitigt wurde und etwas rutschig ist. Hier möchte man nicht unbedingt Gegenverkehr bekommen, was allerdings durchaus möglich ist da der Weg in beide Richtungen befahren werden darf.

Windmühle Stove

In Stove fahren wir an der alten Windmühle vorbei. Ein funktionsfähiges Denkmal, Mittwochs ist Schaumahlen, heute am Sonntag ist sie für Besucher auch geöffnet. Im Dorfmuseum gegenüber gibt es lecker Kuchen und Brot aus dem Steinbackofen. Unser Weg führt uns weiter in Richtung Boiensdorf und dahinter zu unserer ersten wirklichen Steigung auf den Aussichtspunkt über die Ostsee. Hier ist Zeit zum Verweilen. Der alte Mann am Tisch lädt gerade zu einer Pause ein.

Viel erzählen tut er nicht, so sind wir Mecklenburger eben 🙂 Aber der Blick über das Salzhaff zwischen Rerik und dem Boiensdorfer Werder ist wunderbar. Bei guter Sicht kann man hier die Fehmarnsundbrücke sehen. Heute ist es leider zu diesig. Nach einer kurzen Trinkpause fahren wir weiter in Richtung Rerik über Pepelow, Rakow, Teßmannsdorf, Roggow. Vor Rerik biegen wir in Richtung Blengo von der Hauptstraße ab. Der Weg geht über eine gemütliche Straße. Dann folgt ein kurzes Stück Kolonnenweg. Solche Zweispurwege sind für das Liegedreirad nicht besonders schön zu fahren. Entweder fährt ein Rad neben den den Spurplatten im Gras und bremst oder man muss sich stark konzentrieren um mit den Vorderrädern auf den Rändern der Platte zu bleiben. Beides nicht angenehm. Der Kolonnenweg ist kurz und auch schnell vergessen.

Bastorfer Leuchturm

Wir machen einen kurzen Umweg zum Bastorfer Leuchtturm. Der Weg zum Leuchturm ist recht steil aber er lohnt sich. Nicht nur wegen des schönen Fotomotivs. Von hier aus geht es bis nach Kühlungsborn fast nur noch bergab. Wir entscheiden uns nach Kühlungsborn-Ost zu fahren. Die Abfahrt gibt Zeit zum ausruhen. Hier erreichen wir unsere Spitzengeschwindigkeit von 42,3 km/h auf unseren Dreirädern. Für ein Liegetrike mit fast 19kg Leermasse schon ganz beachtlich. Kühlungsborn selber ist eher Fahrradunfreundlich. Innerorts teilweise linksseitige Radwege, auf die an unmöglichen Stellen quer über die Hauptstraße gewechselt werden muss. Ich habe eine Auffahrt glatt übersehen! Im Altstadtbereich kleinformatiges Kopfsteinpflaster und minimale Kreisverkehre mit diesem Straßenbelag. Wir haben uns durchgequält und waren froh hinter der Ostgrenze der Stadt wieder einen guten Radweg vorzufinden.

Liegetrike an der Ostseeküste

Die Rücktour sind wir direkt an der Küste entlang gefahren den Wind immer von vorn. Das Gefühl war wie auf einem Liegestuhl mit Fahrtwind. Wer kann das auf einem normalen Fahrrad schon so genießen. Wir hatten damit keine Probleme. Allerdings war die Steigung aus Kühlungsborn heraus nicht ganz so erholsam wie die Abfahrt in die Stadt hinein. Es musste aber keiner von uns absteigen und schieben. 😉 Auf so einem Liegetrike kurbelt man sich den Berg einfach hoch. Im Liegesitz an den Fahrradschiebern vorbei, ungläubige Blicke inclusive. Um auf dem Rückweg etwas  Abwechslung zu haben sind wir dann über Questin und Alt Bukow nach Stove fefahren. Leider auch hier zwischen Alt Bukow und Niendorf nur ein Kolonnenweg. Am Abend kamen wir dann nach einer sehr schönen Tagestour wieder in Alt Frapen an. Insgesamt sind wir 71,6 km gefahren. Reine Fahrzeit 5:13 Std. und haben dabei  an der Ostseeküste entlang die oben vermerkten 568 Höhenmeter überwunden. Spaß hat es gemacht.

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Ausflug nach Zierow

Das Wetter war schön, kein Regen in Sicht und die Arbeit des Tages war getan, auf nach Zierow. Was kann es da schöneres geben als eine kleine Fahrradtour. Das Ziel war schnell gefunden. Ich war schon lange nicht mehr in Zierow. Und die Radwege dorthin sind inzwischen andere als in meiner Jugend. Der erste Teil der Strecke bekannt über Krusenhagen, Gagzow, Mückenburg nach Wismar. In den Rohlsdorfer Tannen beobachte ich seit etwa acht Monaten einen Ast, der sich in den Telefonleitungen verfangen hat. Seit heute hängt dort ein zweiter. Scheinbar ist es einem dort zu langweilig. Mal sehen wie lange die Straßenmeisterei oder Telekom noch benötigt bis die Äste dort herunter geangelt werden.

Am Kreisverkehr an der Poeler Straße entschied ich mich dann für die Hauptstraße. Es gibt hier einen Radweg an der Straße und die Steigung habe ich nicht als so besonders schwer in Erinnerung. Allerdings war mir nicht klar, dass die Abfahrt nach dem Berg ein gigantischer Slalom um die Bäume und parkenden Autos ist. Mit dem Liegetrike und nur 30 km/h eine echte Herausforderung. Danach ging es in Richtung Hafen. So sehen und fühlen also (Fahrrad)-Touristen unsere Hansestadt mit ihrem Kopfsteinpflaster.

Der Weg führte mich weiter in Richtung Wendorf, dorthin wählte ich den schwarzen Weg, quer durch die Gartenanlagen. Die Steigung dort war mir noch gut in Erinnerung – war dieser Weg doch über viele Jahre mein täglicher Arbeitsweg. Für die Anstrengung wurde ich dann aber mit einigen sehr schönen Panorama Aussichten Über den Hafen belohnt.

Es ging weiter in Richtung Seebad Wendorf. Auf dem Weg dorthin fuhr ich an diesem  Radwegparker vorbei, der natürlich genau an der Absenkung für die Radfahrer steht, klar die Breitreifen des BMW könnten am Bordstein sonst ja Schaden nehmen. Es geht am Hotel Seeblick vorbei in den Wald / Park zum Ostseestrand. Die Wege sind im Park gut zu befahren, wenn auch sandig. Auf dem Küstenweg nach Hoben gibt es viele Möglichkeiten auf die Wismarer Buch zu schauen. Der Ort Hoben ist einigen Leuten eventuell ein Begriff, hier hat Harry Jeske von den Puhdys lange Zeit gewohnt. Über Hoben, Fliemsdorf ging es dann nach Zierow. Zurück bin ich die gleiche Tour gefahren. Insgesamt ist diese Tour mit wenig Stadtstrecke gut zu befahren. Die Stadt Wismar sollte an der Radwegpflege arbeiten, teilweise sind diese von Gras überwuchert, welches nicht nur aus diesem Sommer stammt.

Am Ende waren es 45,2 km in 2:46 Stunden reine Fahrzeit. Leider hatte ich nur mein Handy dabei, so dass die Bilder schlecht sind.

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Erntezeit

Strohballen auf dem FeldZur Zeit liegen in Mecklenburg die frisch gepressten Strohballen auf den Feldern. Man kann den Fleiß der Bauern sehen. Auch im Herbst hat Mecklenburg sehenswerte Seiten.  Wenn das Wetter dann auch noch so schön ist, macht es richtig Spaß mit dem Fahrrad durch die Landschaft zu streifen. Es ist schön hier zu wohnen, wie toll muss es erst sein hier seinen Urlaub zu verbringen….

 

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Der kürzeste Radweg in Wismar?

Da jammern die Städte, dass sie kein Geld haben und dann bezahlen Sie total schwachsinnige Bauwerke. Solche wie diesen Radweg im Seebad Wendorf, einem Stadtteil der Hansestadt Wismar. Da kommt man aus dem Wald/Park vom Ostseestrand und findet diesen netten benutzungspflichtigen Radweg direkt an der Mittelinsel einer Wendeschleife der Sackgasse.

13 m Radweg

benutzungspflichtiger Radweg auf 13m

Ist er nicht niedlich 🙂 und er ist tatsächlich ganze 13 Meter lang! Angelegt ist er wie ein großer Radweg, Auffahrt und Abfahrt mit abgesenktem Bordstein und Verkehrszeichen damit auch klar ist dass Fussgänger hier nicht laufen dürfen und wir Radfahrer auch gut und gefahrlos über die Wendeschleife mit kleinem Parkplatz kommen. Schade nur, dass hier ohnehin kaum Verkehr ist. An anderer Stelle wünschte man sich besser gestaltete Radwegzufahrten, aber das Geld dafür ist ja leider hier im Schatten versickert. Habt ihr auch solche perfekten Radwege in Euren Städten und Gemeinden?

 

 

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In der Heimat – todsichere Radwege

Ich gebe es zu, ich bin ein Büromensch. Daher nutze ich fast jede Gelegenheit um mich zwischen meinen Arbeitsorten mit dem Fahrrad zu bewegen. Eines meiner Büros in denen ich arbeite liegt in der Hansestadt Wismar. Bis dahin sind es nur 10 km zu fahren, also eine der kurzen Strecken. Bei einer meiner letzten Fahrten nach Hause sind mir die von der Straßenverkehrsbehörde aufgestellten Schilder negativ aufgefallen. Aber der Reihenfolge nach:

Vorfahrt und Sicht auf linkem Radweg

Vorfahrt und Sicht auf linkem Radweg

Auf der oben erwähnten Strecke nutze ich einen der viel beworbenen Abschnitte des Ostseeradwanderweges zwischen Wismar und Kühlungsborn. Die Strecke ist wunderschön und geht immer in Küstennähe an den Nebenstraßen entlang. So auch in meiner Umgebung. Mann könnte die Landschaft genießen, wenn da nicht die gefährlichen Vorfahrtregelungen an den Kreuzungen wären. Der Radweg begleitet hier die L12 und jeder ortsfremde Radtourist würde davon ausgehen auf diesem „sicheren“ Radweg die Vorfahrt an der Kreuzung nach Wodorf zu haben. Nur leider steht das Zeichen „Halt Vorfahrt“ (205) für die von rechts aus dem Ort kommenden Fahrzeuge erst hinter dem Radweg. Dadurch hat jedes Fahrzeug das aus dem Ort kommt Vorfahrt, die Radfahrer müssen eigentlich warten. Leider gibt es für die Radfahrer keinen Hinweis auf diese „todsichere“ Situation.

Ablenkende Werbung gut sichtbar

Ablenkende Werbung gut sichtbar

Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Inhaber des Katharienenhofes ordentlich Werbung für Ihre Angebote (Heuhotel, Eis, Radlercaffee usw.) aufgestellt haben. In der Hoffnung gute Geschäfte mit den auf Fahrrädern vorbeifahrenden Touristen zu machen, gefährden sie ihre potentielle Kundschaft noch zusätzlich.

Diese Strecke ist in Sachen Fahrradfahrer und KFZ Fahrer alles Andere als wenig genutzt. Es fahren sehr viele Touristen diese Strecke, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. In besagtem Dorf hat ein Taxiunternehmer seinen Geschäftssitz und der Linienbus fährt ebenfalls mehrmals täglich durch dieses Dorf. An KFZ Verkehr mangelt es der Kreuzung also ebenfalls nicht.

Ein Todsicherer Radweg der Ostseeradwanderweg

Besonders tragisch ist die Situation, weil dieser Radweg ebenfalls aus der Gegenrichtung als linker Radweg mit dem Zeichen 240 benutzungspflichtig ist. Die aus der Gegenrichtung kommenden Radfahrer können die Straße in Richtung Dorf aber erst einsehen, wenn sie unmittelbar an der Kreuzung sind. Den KFZ Führern ergeht es ebenso mit den von rechts kommenden Radfahrern. Die Werbung freilich ist bereits von weitem zu sehen. Da bleibt sicher nicht sehr viel Aufmerksamkeit für diese komplizierte Verkehrssituation übrig.

Diese Kreuzung ist nur eine auf der Strecke. Die Schilder an den weiteren Kreuzungen sind übrigens ähnlich aufgestellt. Ich habe die Straßenverkehrsbehörde am 21.08.2012 darauf hingewiesen. Mal sehen ob die Situation entschärft wird und ich eine Antwort bekomme.

Fortsetzung

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Rad fahren – regelkonform

Willkommen auf der Seite von radeln.in-mecklenburg.net Ich werde hier in unregelmäßigen Abständen von meinen kleinen Fahrradtouren berichten. Diese werden meist durch Westmecklenburg führen. Ich berichte über empfehlenswerte Touren, möchte aber auch die zu meidenden Strecken nicht auslassen.

So ganz nebenbei werde ich ebenfalls über Erfahrungen, Erlebnisse, Sicherheit und Verhalten der Partner im Straßenverkehr berichten. Sicher kommt mit der Zeit einiges an Information zusammen. Ich schreibe das hier nicht für irgendeine Zielgruppe. Alles geschriebene ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Kommentare sind willkommen, allerdings behalte ich mir vor Pöbeleien und Beleidigungen zu entfernen.

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